Entzündungen von Schleimbeutel
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Entzündungen von Schleimbeutel werden medizinisch als Bursit is bzw. Bursit iden bezeichnet.

Unser Körper verfügt über wirkungsvolle Mechanismen, Entzündungen von Schleimbeutel (gilt auch für andere En tzündungen) nachhaltig einzudämmen und zu beseitigen. Bei einer schlechten Durchblutung können diese aber kaum wirksam werden. Die beste Voraussetzung für eine Heilung ist deshalb die Optimierung der Durchblutung, wie sie mit der weiter unten vorgestellten Methode in idealer Weise erreicht wird.

Entzündungen von Schleimbeutel können entweder akut oder chronisch (= länger als sechs Monate anhaltend) verlaufen. Akute Entzündungen von Schleimbeutel sind häufiger infektiös (= ansteckend), während chronische meist als Begleiterscheinung entzündlicher, rheumatischer Erkrankungen auftreten.

Weitere Ursachen für Entzündungen von Schleimbeutel:

·        mechanische Reize (Fremdkörper, Druck, Verletzung)

·        andere physikalische Faktoren (ionisierende Strahlen, UV-Licht, Wärme, Kälte)

·        chemische Stoffe (Laugen, Säuren, Schwermetalle, bakterielle Toxine, Allergene u. Immunkomplexe)

·        krankhafte Stoffwechselprodukte

·        entgleiste Enzyme

·        bösartige Tumoren

Eine Schleimbeutel en tzündung kann theoretisch jeden Schleimbeutel betreffen, bevorzugt aber folgende:

·         Bu rsa (= Schleimbeutel) praepatella ris (= Bereich der Kniescheibe)

·         Bu rsa infrapa tellaris (= unterhalb des Kniegelenks)

·         Bu rsa subakrom iale (= Schul terbereich)

·         Bu rsa subdel toidale (= Schul terbereich)

·         Bu rsa trochan terica (= Bereich Oberschen kel/Hüftgelen k)

Behandlung chronischer (= länger als 6 Monate anhaltender) Schmerz en infolge einer Schleimbeutel en tzündung:

Nicht selten verbleibt trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin Entzündungen von Schleimbeutel, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach der Ursache richten. Ein länger bestehender Schmerz erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei schmerzhaften Entzündungen von Schleimbeutel sind dies:

  1. Information über die Schmerzerkrankung
  2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Analgetika (= Schmerzmittel), schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, auch kontinuierlich mit Katheter  
  4. Physiotherapie (Krankengymnastik und andere Anwendungen) bei Funktionseinbußen
  5. Akupunktur
  6. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
  7. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
  8. Physiotherapie (Krankengymnastik und Anwendungen) bei Funktionseinbußen

Der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel bzw. Lokalanästhetika) fällt in der Behandlung chronischer, entzündlich bedingter Schmerz en, und damit auch bei Entzündungen von Schleimbeutel, eine herausragende Rolle zu.
Daß Lokalanästhetika (örtliche Betäubungsmittel) auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie
hier.

In der akuten (= plötzlich einsetzend, heftig u. von meist kürzerer Dauer) Phase von Entzündungen kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Der Organismus versucht u.a. auf diese Weise mit dem entzündlichen Geschehen fertig zu werden, in dem die im Blut vorhandenen Abwehrmechanismen am Entzündungsort vermehrt einwirken können. 
Chronisch
e Entzündungen von Schleimbeutel gehen aber mit einer Verengung der versorgenden Blutgefäße einher, es liegt also eine verminderte Durchblutung vor, die zu einer Herabsetzung des Stoffwechsels führt. Eine Behandlung kann deshalb nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, wieder gute Durchblutungsverhältnisse herbeizuführen.

Bei der Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel (Infiltration, Nervenblockaden) kommt es für die Wirkzeit des Medikaments neben der gewünschten Schmerzstillung durch gleichzeitige Blockade vegetativer (= das unwillkürliche Nervensystem betreffender) Nervenfasern auch zu einer Sympathikolyse (= Unterbrechung bzw. Aufhebung der Sympathikuswirkung und damit Blutgefäßerweiterung) und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Durchblutung.
In der Regel reicht eine solche Behandlung aber nicht aus, wenn sie nur in größeren Zeitabständen durchgeführt wird, sondern es ist eine engmaschige, gehäufte Abfolge erforderlich, optimal kontinuierlich mit eingepflanztem Katheter. Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen (den Schmerzbereich versorgenden) Ner
ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das örtliche Betäubungsmittel völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittels durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.

 

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