ENTZÜNDUNGSSCHMERZ

Was ist eine En t zündung?
(modif. n. Roche)

Darunter versteht man eine vom Bindegewebe und den Blutgefäßen getragene Reaktion des Organismus auf einen äußeren oder innerlich ausgelösten En t zündungsreiz mit dem Zweck, diesen zu beseitigen oder zu inaktivieren und die reizbedingte Gewebsschädigung zu reparieren.

Wie kommt es zu einer En tzündung und damit zu einem Entzündungsschmerz?

Auslösend können wirken:

·        mechanische Reize (Fremdkörper, Druck, Verletzung)

·        andere physikalische Faktoren (ionisierende Strahlen, UV-Licht, Wärme, Kälte)

·        chemische Stoffe (Laugen, Säuren, Schwermetalle

·        bakterielle Toxine, Allergene u. Immunkomplexe)

·        Erreger (Mikroorganismen, Würmer, Insekten) bzw. krankhafte Stoffwechselprodukte

·        entgleiste Enzyme

·        bösartige Tumore 

Die klassischen (akuten) En t zündungszeichen:

1.     Rubor (= Rötung), als Folge einer Gefäßerweiterung durch Histamin (= ein basisches biogenes Amin)

2.     Calor (= Wärme), als Folge der örtlichen Stoffwechselsteigerung

3.     Tumor (= Schwellung), dieses En t zündungszeichen wird ausgelöst durch Austritt eiweißreicher Flüssigkeit aus den veränderten Gefäßwänden

4.     Entzündungsschmerz als Folge der erhöhten Gewebsspannung und schmerz auslösender En t zündungsprodukte, z.B. Bradykinin

Wie wird ein chronischer (= länger als 6 Monate anhaltender) Entzündungsschmerz behandelt?

Nicht selten verbleibt trotz einer kausalen (= auf die Ursache gerichteten) fachärztlichen Behandlung weiterhin ein Entzündungsschmerz, so daß dann schmerztherapeutische Behandlungsmethoden gefragt sind. Oft sind diese bei verschiedenen Grundkrankheiten die gleichen, da sie sich nach dem Schmerz und seiner Ausdehnung und nicht mehr vorrangig nach seiner Ursache richten. Ein länger bestehender Entzündungsschmerz erfordert praktisch immer eine Kombination von verschiedenen Therapieverfahren, die i.d.R. nur in spezialisierte Zentren (Schmerzklinik) angeboten werden können. Bei einem Entzündungsschmerz sind dies: 

  1. Information über die Schmerzerkrankung
  2. Medikamentöse Behandlung (u.a. Analgetika (= Schmerzmittel), schmerzlindernde Psychopharmaka, auch als Infusionen, individuell ausgetestet)
  3. Therapeutische Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) in Form von Infiltrationen und Nervenblockaden, auch kontinuierlich mit Katheter  
  4. Physiotherapie (Krankengymnastik und andere Anwendungen) bei Funktionseinbußen
  5. Akupunktur
  6. TENS-Therapie (schmerzlindernde elektrische Ströme, die von einem kleinen tragbaren Gerät abgegeben werden)
  7. Psychologische Therapieverfahren (bes. Entspannungsverfahren und Schmerzbewältigungstraining)
  8. Physiotherapie (Krankengymnastik und Anwendungen) bei Funktionseinbußen

Der therapeutischen Lokalanästhesie (= Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel) fällt in der Behandlung eines chronischen, entzündlich bedingten Schmerz es (Entzündungsschmerz) eine herausragende Rolle zu.
In der akuten
(= plötzlich einsetzend, heftig u. von meist kürzerer Dauer) En t zündungsphase kommt es zu einer Erweiterung der Blutgefäße. Der Organismus versucht u.a. auf diese Weise mit dem entzündlichen Geschehen fertig zu werden, in dem die im Blut vorhandenen Abwehrmechanismen am En t zündungsort vermehrt einwirken können.
Eine länger bestehende En
tzündung geht aber mit einer Verengung der Blutgefäße einher, es liegt eine verminderte Durchblutung vor, die zu einer Herabsetzung des Stoffwechsels führt. Eine Behandlung kann deshalb nur dann erfolgreich sein, wenn es gelingt, wieder gute Durchblutungsverhältnisse herbeizuführen.

Bei der Behandlung mit einem örtlichen Betäubungsmittel (Infiltration, Nervenblockade) kommt es für die Wirkzeit des Medikaments neben der gewünschten Schmerzstillung durch gleichzeitige Blockade vegetativer (= das unwillkürliche Nervensystem betreffender) Nervenfasern auch zu einer Sympathikolyse (= Unterbrechung bzw. Aufhebung der Sympathikuswirkung und damit Blutgefäßerweiterung) und damit zu einer deutlichen Verbesserung der Durchblutung.
In der Regel reicht eine solche Behandlung aber nicht aus, wenn sie nur in größeren Zeitabständen durchgeführt wird, sondern es ist eine engmaschige, gehäufte Abfolge erforderlich, optimal kontinuierlich mit eingepflanztem Katheter.  Dabei wird ein dünner Kunststoffschlauch dicht an Nervengeflechte bzw. den betroffenen (den Schmerzbereich versorgenden) Ner
ven eingepflanzt. Die Einpflanzung erfolgt durch eine handelsübliche Kanüle hindurch, es muß also nicht „aufgeschnitten“ werden. In der Folge wird über diesen Katheter mehrmals täglich, jeweils nach Abklingen der vorangegangenen Dosis, das Lokalanästhetikum (= örtliches Betäubungsmittel) völlig schmerzlos nachgespritzt. In bestimmten Fällen kann zur Verabreichung des örtlichen Betäubungsmittel durch den Katheter hindurch auch eine kleine Pumpe angeschlossen werden.

Daß örtliche Betäubungsmittel auch entzündungshemmend wirken, ist zwischenzeitlich wissenschaftlich erwiesen. Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen, so klicken Sie hier.

Unser Körper verfügt über wirkungsvolle Mechanismen, eine En tzündung und damit einen Entzündungsschmerz nachhaltig einzudämmen und auch zu beseitigen. Bei einer schlechten Durchblutung können sie aber kaum wirksam werden. Die beste Voraussetzung für eine Heilung ist deshalb die Optimierung der Durchblutung, wie sie mit der vorgestellten Methode in idealer Weise erreicht wird.

Ergänzende Dateien (einfach nur anklicken):

Chronischer Entzündungsschmerz im Gelen kbereich
Chronischer Entzündungsschmerz im Fu ßbereich
Chronischer Entzündungsschmerz der Ner ven
Chronischer Entzündungsschmerz im Bereich der Ar me
Chronischer Entzündungsschmerz im Bau chbereich
                  Sehnenscheidenentzündung

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